Kommen wir zuerst einmal zu etwas erfreulichen. Der Blogeintrag wird allgemein die Tendenz Positiv –> Negativ haben, von daher sollte der geneigte Leser sich entscheiden, ob er alles lesen will. Aber darauf habe ich ja keinen Einfluss und von daher ist mir das jetzt auch erst einmal relativ wurscht.
Zunächst also Lego. Jeder kennt Lego, wer es nicht kennt sollte sich in irgendeine Ecke setzen und schämen oder aber seine Erziehungsberechtigten bestrafen. Ich für meinen Teil habe lange und ausgiebig Lego gespielt. Gigantische Stationen gebaut, die Stationen wieder zerstört und wieder aufgebaut. Vielleicht hat sich da bereits der Hang zum Streben nach Allmacht bei mir herauskristallisiert, wir lassen Freud aber mal bei Seite und kommen zum Punkt.
Mein Herr Nachbar, der Rock’n'Roll Kaiser (ist es nicht seltsam, dass wir beide mittlerweile Titel führen? Du Kaiser, ich König und Kanzler. Scheinbar sind die Hawischer Buwe halt doch elitär
) hat in seinem letzten Beitrag [KLICK MICH] nämlich von seiner Suche nach einer Legosoftware im Stil von Lego-Creator berichtet. Er ist tatsächlich fündig geworden, nämlich hier: LEGO Digital Designer
Ich für meinen Teil bin jedenfalls immer mal wieder zwischendurch am Basteln. Es ist jetzt nicht ganz direkt wie Lego bauen, aber immerhin. Wenn man sich ein wenig reinpfriemelt, geht es ganz gut von der Hand und man hat bald Ergebnisse. Und ich stelle fest, ich würde heute noch das bauen, was ich früher immer gebaut habe. Ich hoffe nur, dass ich nicht zur letzten Generation gehöre, die noch mit Lego gespielt hat, durch den Wald gerannt ist und auf Bäume geklettert ist. Und ja, es war vollkommen normal, dass unter der Schaukel im Garten vom Herrn Nachbar Rock’n'Roll Kaiser ein Geheimnis in Form von einem uralten Wesen lag. Welches wir besiegen mussten. Schon seltsam, wenn man es sich heute so überlegt, wie man so vollkommen ohne Computer ausgekommen ist und vor allem, dass man sich jetzt immer noch daran erinnern kann.
Klitschko vs Haye
Gegen die HWL hätten sie beide keine Chance gehabt, so aber hat Mr. Milchschnitte „du gehst mir auf die Nerven mit deiner ehrenhafter Rächer-Nummer“ Klitschko gegen Haye gewonnen. Interessant war, wie vor dem Kampf die ganzen sogenannten Experten Haye, der im Vorfeld gekonnt und stilsicher die Rolle des Arschlochs ausgespielt hat, nicht den hauch einer Chance gaben. Er hat dennoch einen guten Kampf geliefert, die volle Zeit durchgehalten und Klitschko zum Teil nicht gut aussehen lassen. Ehrlich gesagt hätte ich mir lieber die großspurigen Sprüche eines Haye angehört, anstatt dieses schmalzig-triefige Familienehre und „wir sind die ehrlichen Klitschkokämpfer, die von klein auf aus den Slums von Kiev sich alles hart erarbeitet haben“ – Gelabere. Aber ich bin meistens auf der Seite der Bösewichter, nicht auf der, der sich anbiedernden Schleimspurmacher. Naja, seis drum, man kann nur hoffen das Klitschko bald auf Robert Helenius trifft, dann ists eh vorbei.
[Den Absatz spare ich mir. Es wären eh nur komische Dinge wie Kerzen, Georg Danzer, um drei Uhr noch wach sein, Sterne, Nächte, Geheimnisse, Sehnsucht und schlichtweg ein großes schwarzes Loch an dessen Rand ich stehe vorgekommen. Träume auch. Norwegen. Zukunftsangst. Und warum ich ein Anachronismus bin. Wobei, das kann ich kurz machen (ich versuchs): Scheinbar ist das 21. Jahrhundert dermaßen verkommen, dass es nicht mehr möglich ist, sich mit Mitmenschen zu unterhalten, ohne dass mir dabei Hintergedanken unterstellt werden. Immer gleich ficken ficken ficken ficken ficken [...] ficken ficken. Darf man als Kerl sich nicht ohne Hintergedanken mit einer Frau auf nen Kaffee, Kino oder Bier treffen? Scheinbar nicht. Es ist veraltet, die Leute erstmal kennenlernen zu wollen, oder am Ende nur mit jemandem, den man menschlich nett findet, nen schönen Abend mit Wein und Plauderei zu verbringen. Oder komplimente. Sag bloß zu niemandem was positives. Sowas macht man heute nicht mehr ohne Hintergedanke. Es tut mir leid liebe Welt. Da kommen wir dann wohl nicht zamm. Diese ganze Fleischbeschau und Fickificki-Scheiße mach ich mit Sicherheit nicht mit. Aber gut, mir wurde ja letztens auch gesagt, man schreibt Gedichte nur, damit man intellektuell und interessant erscheint. Wozu das gut ist? Ist doch klar… Möglichst das Bild des versoffenen, versifften aber doch achso pseudointellektuellen Vordenker und Weltschmerzträger aufrechterhalten. Es scheint mir doch ziemlich schäbig und abgeschmackt, wenn man allen etwas vorspielt. Aber der Zweck heiligt die Mittel. Eini bei da Loch. Guten Appetit.
So, und das reicht dann auch, um die Uhrzeit ist Aufregung nicht gut. Dafür bin ich auch schon zu alt. ]